Tom, 39: „Du schuldest niemandem eine Ausrede“ – Morbus Crohn im Job

Veröffentlicht am
5.8.2026
Zuletzt bearbeitet am
9.9.2026
Lesedauer:
2 Minuten

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Tom ist 39, arbeitet in der IT-Beratung und lebt seit zwölf Jahren mit Morbus Crohn, einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung. Lange war das Thema in seinem Berufsleben ein Tabu. „Ich habe Jahre damit verbracht, Schübe zu verstecken, Meetings mit Ausreden zu verlassen, nie über die eigentliche Ursache zu sprechen.“

Der Wendepunkt kam, als ein akuter Schub ihn zwang, sich kurzfristig krankzumelden, ohne Erklärung liefern zu können, die nicht nach Ausrede klang. „Ich habe mich entschieden, meinem Team offen zu sagen, was los ist. Die Erleichterung danach war größer als die Angst davor.“

Ihre Geschichte

Heute spricht Tom offen mit seinem direkten Team über seine Erkrankung, ohne ins Detail zu gehen. Er hat mit seiner Führungskraft klare Absprachen getroffen: kurzfristige Homeoffice-Tage sind bei akuten Schüben kein Thema mehr, das erklärt werden muss. „Das hat einen Druck von mir genommen, den ich jahrelang mit mir herumgetragen habe.“

Er hat außerdem festgestellt, dass regelmäßige, kleinere Mahlzeiten ihm deutlich besser bekommen als die drei großen Mahlzeiten, an denen er jahrelang festgehalten hat. „Es waren am Ende die unspektakulären Gewohnheiten, die den größten Unterschied gemacht haben.“

Zusammenfassung

Sein Rat: „Du schuldest niemandem eine Ausrede für deine Krankheit. Eine klare, kurze Erklärung reicht – und nimmt dir selbst den größten Druck.“

Name und persönliche Merkmale wurden zum Schutz der Privatsphäre verändert.