Peter ist 61 und war über 25 Jahre Führungskraft in der Automobilbranche, bevor ihn ME/CFS vor vier Jahren aus der Bahn warf. „Ich war es gewohnt, zwölf Stunden am Tag zu funktionieren und noch eine Runde draufzulegen. Diese Erkrankung hat mir gezeigt, dass diese Denkweise mein größter Feind wurde.“
Der Übergang war für Peter besonders schwer, weil sein Selbstbild jahrzehntelang an Leistung geknüpft war. „Am Anfang habe ich versucht, ME/CFS wegzudrücken wie jedes andere Problem im Job. Das hat mich nur noch kränker gemacht.“
Seine Geschichte
Erst als er lernte, sein früheres Führungskraft-Mindset bewusst loszulassen, begann sich etwas zu verändern. „Pacing bedeutet für mich heute, Prioritäten zu setzen wie früher im Job – nur dass die höchste Priorität jetzt meine Gesundheit ist, nicht das nächste Projekt.“
Peter plant seine Woche heute mit derselben Sorgfalt wie früher seine Projekttermine – nur dass die höchste Priorität jetzt feste Erholungsblöcke sind, die er sich selbst nicht mehr streicht. „Ich behandle meine Energie heute wie ein Budget, das ich früher für Personal oder Zeit verwaltet habe.“
Zusammenfassung
Sein Rat an andere, die aus einem leistungsstarken Berufsleben kommen: „Die Fähigkeiten, mit denen du früher Projekte gemanagt hast, kannst du jetzt nutzen, um deine Energie zu managen. Es ist dieselbe Disziplin, nur ein anderes Ziel.“
Name und persönliche Merkmale wurden zum Schutz der Privatsphäre verändert.