Leon, 22: „Ich muss mich nicht mehr für meinen Körper entschuldigen“ – POTS im Studium

Veröffentlicht am
19.8.2026
Zuletzt bearbeitet am
26.8.2026
Lesedauer:
2 Minuten

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Leon ist 22 und studiert im fünften Semester Wirtschaftsinformatik. Seit zwei Jahren lebt er mit POTS, einem posturalen Tachykardiesyndrom, das seinen Kreislauf beim Aufstehen aus dem Gleichgewicht bringt. „Ich stehe auf, und mein Herz rast, mir wird schwindelig, manchmal sehe ich kurz schwarz. Das passiert einfach beim ganz normalen Aufstehen.“

Für Kommiliton:innen ist das schwer nachvollziehbar, weil Leon von außen gesund aussieht. „Die größte Hürde war nicht die Krankheit selbst, sondern anderen zu erklären, warum ich manchmal Vorlesungen im Sitzen verlasse oder Pausen brauche, die niemand sonst braucht.“

Ihre Geschichte

Mittlerweile hat er sich mit dem Prüfungsamt in Verbindung gesetzt und einen Nachteilsausgleich beantragt – mehr Zeit in Prüfungen, die Möglichkeit, sitzend zu präsentieren. „Das war ein bürokratischer Kraftakt, aber es hat sich gelohnt. Ich muss mich nicht mehr für meinen Körper entschuldigen.“

Er hat außerdem gelernt, morgens erstmal liegend zu trinken und sich langsam in Etappen aufzurichten, statt wie früher sofort aus dem Bett zu springen. „Dieser einfache Trick hat mir laut meiner Ärztin mehr geholfen als jedes Medikament allein.“

Zusammenfassung

Sein Rat an andere Studierende: „Hol dir frühzeitig Unterstützung bei der Uni. Die meisten Nachteilsausgleiche existieren genau für Fälle wie unseren – du musst sie nur einfordern.“

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Name und persönliche Merkmale wurden zum Schutz der Privatsphäre verändert.