Katrin, 51: „Vertrau nicht dem Gefühl von einem guten Tag“ – Long Covid und Pacing nach Rückfall

Veröffentlicht am
5.8.2026
Zuletzt bearbeitet am
2.9.2026
Lesedauer:
2 Minuten

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Katrin ist 51 und lebt seit über zwei Jahren mit Long Covid. Was sie am meisten gelernt hat, ist ausgerechnet aus einem Rückschlag entstanden. „Ich hatte drei richtig gute Wochen und dachte, ich wäre über den Berg. Also habe ich wieder Vollgas gegeben – und bin danach tiefer abgestürzt als je zuvor.“

Dieser sogenannte Crash, medizinisch als PEM bekannt, hat sie gezwungen, ihr Verständnis von Erholung neu zu denken. „Ich dachte, gute Tage bedeuten: jetzt nachholen, was liegen geblieben ist. Heute weiß ich: gute Tage bedeuten, genauso vorsichtig zu bleiben wie an schlechten.“

Ihre Geschichte

Seitdem arbeitet Katrin mit einem festen Energie-Budget statt mit ihrem Gefühl. Sie plant ihre Woche im Voraus und lässt bewusst Puffer, auch wenn es sich gerade nach mehr anfühlen würde. „Das ist das Schwerste überhaupt: aufzuhören, obwohl es sich gerade gut anfühlt.“

Rückblickend sagt sie, dass ihr der Austausch mit anderen Betroffenen über das Konzept des Energie-Budgets am meisten geholfen hat, statt es allein für sich herauszufinden. „Zu hören, dass andere genau denselben Fehler gemacht haben, hat mir das Gefühl genommen, selbst schuld zu sein.“

Zusammenfassung

Ihr Rat: „Vertrau nicht dem Gefühl von einem guten Tag. Vertrau deinem Plan.“

Name und persönliche Merkmale wurden zum Schutz der Privatsphäre verändert.