Ihre Geschichte
Seit der Diagnose hat sich für Julia vor allem eines verändert: Sie muss sich nicht mehr rechtfertigen. „Ich sage heute einfach: ich habe Endometriose, das ist eine anerkannte chronische Erkrankung. Das reicht als Erklärung, mehr Details schulde ich niemandem.“
Sie hat sich außerdem angewöhnt, ihre Schmerztage in einem einfachen Kalender festzuhalten – nicht aus Kontrollzwang, sondern um bei Arztterminen Fakten statt nur Gefühle in der Hand zu haben. „Das nimmt Diskussionen die Grundlage, die früher endlos liefen.“ Besonders wichtig war für Julia der Austausch mit anderen Betroffenen. „Als ich zum ersten Mal andere Frauen mit denselben Erfahrungen traf, wurde mir klar: es lag nie an mir. Es lag daran, wie wenig über diese Erkrankung bekannt ist.“
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