Jonas, 34: „Sprich es an, bevor jemand anders fragt“ – MS und Brain Fog im Job

Veröffentlicht am
5.8.2026
Zuletzt bearbeitet am
19.8.2026
Lesedauer:
2 Minuten

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Jonas ist 34 und arbeitet als Projektmanager in einem mittelständischen Unternehmen. Seit seiner MS-Diagnose vor drei Jahren kennt er ein Symptom, über das im Job kaum jemand spricht: Brain Fog. „Ich sitze in einem Meeting, kenne das Thema in- und auswendig – und finde trotzdem das Wort nicht, das ich sagen will. Das ist unglaublich frustrierend, besonders vor Kolleg:innen.“

Lange hat Jonas versucht, das zu überspielen. Erst als ein Kollege offen fragte, ob es ihm gut gehe, entschied er sich, ehrlich zu sein. „Ich habe erklärt, dass Brain Fog ein reales neurologisches Symptom ist, keine Unkonzentriertheit. Die Reaktion war viel verständnisvoller, als ich erwartet hatte.“

Ihre Geschichte

Heute nutzt Jonas feste Routinen, um sein Gehirn zu entlasten: Meetings protokolliert er direkt live mit, wichtige Zahlen schreibt er sich vorher auf Karteikarten, komplexe Aufgaben plant er für seine klaren Morgenstunden. „Ich kämpfe nicht mehr gegen den Nebel an. Ich baue mir Leitplanken drumherum.“

Zusätzlich achtet er inzwischen bewusst auf ausreichend Schlaf vor anstrengenden Tagen, weil er bemerkt hat, wie stark schlechte Nächte seinen Brain Fog am Folgetag verstärken. „Wenn ich weiß, dass ein wichtiges Meeting ansteht, ist eine gute Nacht vorher fast wichtiger als die Vorbereitung selbst.“

Zusammenfassung

Sein Rat: „Sprich es an, bevor jemand anders fragt. Die meisten Menschen reagieren mit mehr Verständnis, als du denkst.“

Name und persönliche Merkmale wurden zum Schutz der Privatsphäre verändert.