Was sind Depressionen?
Depressionen sind komplexe psychische Störungen, die in der Psychiatrie den affektiven Störungen zugeordnet werden. Grundsätzlich werden verschiedene Arten von Depressionen unterschieden:
- Major Depression (Unipolare Depression)
- Chronisch depressive Verstimmung (Dysthymie)
- Wochenbettdepression und Baby Blues
- Zyklothyme Störung
- Saisonal abhängige Erkrankungen ("Winterdepression")
- Bipolare Störung
- Psychotische Depression
Besonderes Augenmerk im Zusammenhang mit Krebserkrankungen gilt der Major Depression (Unipolare Depression). Unipolare Depressionen sind psychische Störungen, bei denen sich die Stimmung stark zum Negativen verändert. Leitsymptome dieser Depression sind eine gedrückte Stimmung sowie ein Interessen- und Antriebsverlust. Eine Unterteilung der depressiven Störungen erfolgt u.a. nach Schweregrad und Vorliegen eines körperlichen (somatischen) Syndroms bzw. psychotischer Symptome. Die Ursachen sind kompliziert und umfassen sowohl biologische als auch psychosoziale Faktoren, die bei jedem Patienten unterschiedlich sein können.
Bei Krebserkrankungen kann das Auseinandersetzen mit der Erkrankung Emotionen wie z.B. Angst, Trauer, Mutlosigkeit, Verzweiflung oder Niedergeschlagenheit hervorrufen. Diese Emotionen zählen zu depressiven Symptomen, sind jedoch eine normale Reaktion auf die Erkrankung selbst. Depressive Symptome können auch ausgelöst werden durch manche Krebsbehandlungen und Chemotherapien.
Nicht immer sind depressive Symptome ein Anzeichen für eine Major Depression. Kriterien der Amerikanischen Psychiatrischen Vereinigung (APA), anhand derer typische Symptome einer Depression bestimmt werden, sind
- Gedrückte Stimmung, Traurigkeit, Niedergeschlagenheit, Mutlosigkeit, Hoffnungslosigkeit die mindestens seit zwei bis vier Wochen vorliegt
- Deutlich vermindertes Interesse oder Freude an allen oder fast allen Aktivitäten, die früher Freude bereitet haben
- Signifikante Gewichtszu- oder -abnahme
- Schlaflosigkeit oder ein übermäßiges Schlafbedürfnis
- Starke Ruhelosigkeit oder auffallend verlangsamte Bewegungsabläufe
- Müdigkeit und Energieverlust
- Gefühle von Wertlosigkeit oder übertriebene Schuldgefühle
- Geminderte Kognitions- und Konzentrationsfähigkeit
- Wiederkehrende Todes - oder Suizidgedanken
Treten einige der aufgeführten Symptome auf, ist es ratsam sich Behandelnden anzuvertrauen, die Helfen können, weitere Schritte einzuleiten. Alternativ besteht auch die Möglichkeit, direkt Kontakt zu Beratern oder Therapeuten aufzunehmen. Weitere Informationen stellt auch die Krebsgesellschaft bereit [5].
.webp)







