David ist 36, lebt in Leipzig und hat vor einem Jahr eine Krebstherapie durchlebt. Nach Monaten voller Behandlungstermine und Erschöpfung stand plötzlich eine neue Frage im Raum: Wie fühlt sich eigentlich wieder Arbeiten an?
„Ich dachte, nach dem letzten Behandlungstermin bin ich einfach wieder der Alte. Stattdessen musste ich erst herausfinden, wie viel Energie mir überhaupt noch zur Verfügung steht.“
Seine Geschichte
Gemeinsam mit seiner Führungskraft plante David eine stufenweise Wiedereingliederung: erst vier, dann sechs Stunden am Tag, mit klaren Absprachen, welche Aufgaben er zurückstellen konnte. „Das Wichtigste war, dass ich offen sagen durfte, wenn ein Tag nicht ging – ohne mich jedes Mal rechtfertigen zu müssen.“
Heute arbeitet er wieder Vollzeit, hat aber gelernt, seine Grenzen ernst zu nehmen. „Belastbarkeit ist für mich jetzt kein fester Wert mehr, sondern etwas, das ich jeden Tag neu einschätze.“
Zusammenfassung
Sein Rat an andere Betroffene: „Gib dir die Zeit, die du brauchst. Ein Wiedereinstieg in Etappen ist kein Rückschritt, sondern der klügere Weg zurück.“
Name und persönliche Merkmale wurden zum Schutz der Privatsphäre verändert.